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Teeherstellung

Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, wie dieses köstliche Getränk, welches von Ihnen in der Teekanne oder auch im Samowar zubereitet wird, eigentlich hergestellt wird? Tee wird als Getränk seit mehreren tausend Jahren in den verschiedenen Gebieten dieser Welt zubereitet und getrunken. Aber wie genau funktioniert das alles? 

Gerne stellen wir Ihnen die allgemeinen Verfahren zur Teeherstellung vor und erklären die wichtigsten Begriffe rund um dieses interessante Thema. Übrigens, an dieser Stelle kann nur ein Abriss dargestellt werden - die genauen Abläufe zur Herstellung von Tee können je nach Ort und Teesorte etwas abweichen.

Wie wird Tee hergestellt? Begriffserklärungen + Infos zur Teeherstellung

Tee wird aus den getrockneten Blättern des Teestrauchs hergestellt. Die Teepflanze bildet immergrüne Sträucher aus, welche in den Monaten von Oktober bis Februar Blüten tragen. Die Blätter des Teestrauches werden gepflückt (sehr häufig noch von Hand) und je nach Sorte / Handhabung unterschiedlich getrocknet.

Wußten Sie schon? Ursprünglich gab es nur zwei unterschiedliche Stammformen von Tee – den China Tee und den Assam Tee. Alle heutigen Teesorten basieren auf diesen zwei ursprünglichen Teeformen.

Heute erstreckt sich der Teeanbau und auch die -Herstellung um den gesamten Globus und über alle Kontinente hinweg. Tea is global - wie die Engländer (eine starke Teetrinker-Nation!) zu sagen pflegen. 

Die Teeherstellung und Verarbeitung von Tee verläuft in sechs Stufen: pflücken, welken, rollen, fermentieren, trocknen und mischen. Nachfolgend zeigen wir Ihnen die einzelnen Verarbeitungsstufen.

      Bild: Teeherstellungsprozess - ein Arbeiter gibt frisch gepflückte Teeblätter in den Zerkleinerer

      6 Stufen der Teeherstellung

      1. Das Pflücken

      Die Triebe des Tee-Strauches werden einzeln über dem Daumennagel weg gebrochen. Je feiner die Teepflückung in der Herstellung des Tee desto besser und meist teurer ist die entsprechende Teesorte.

      2. Das Welken

      Dem frisch gepflückten Blatt wird die Feuchtigkeit entzogen um es dadurch weich zu bekommen und damit es später gerollt werden kann.

      3. Das Rollen

      Ziel des Rollens ist es, die Blattzellen aufzubrechen und den Zellsaft mit Sauerstoff zu verbinden. Der Vorgang des Rollens wird teilweise mehrfach wiederholt und zwischendurch werden die Blätter „ausgesiebt“.

      Bild: Teeblätter werden in Fabrik sortiert

      4. Das Fermentieren

      Die gerollten und gesiebten feuchten Teeblätter werden ausgebreitet. Das Fermentieren von Tee ist ein Oxydations- und Gärungsprozess des Zellsaftes welcher beim Rollen ausgetreten ist. Der Prozess des Fermentierens entscheidet sehr stark über die Qualität des Tees. Daher spielt das Fermentieren auch so eine wichtige Rolle bei der Tee-Herstellung. In Japan und China werden die Teesorten in der Herstellung jedoch sehr häufig nicht fermentiert. Dieser Tee wird vor der Trocknung sehr stark erhitzt und reagiert dann nicht mit Sauerstoff.

      5. Das Trocknen

      Am Geruch und der kupferroten Farbe des feuchten Teeblattes ist zu erkennen wann der Fermentierungsprozess abgeschlossen ist. Mit sehr heißer Luft wird die Fermentierung beendet und die Blätter getrocknet. Bei der Trocknung werden die Blätter bewegt um gleichmäßige getrocknete Teeblätter zu erhalten. Das Trocknen wird bei der Herstellung auch sehr unterschiedlich durchgeführt.

      6. Das Mischen

      Nachdem die Blätter getrocknet wurden diese durch Siebe voneinander getrennt. Die Rüttelsiebe unterteilen nach Blattgraden, also Blattteile unterschiedlicher Größe. Diese Aussiebungen hat je nach Teeherstellungsgebiet unterschiedliche Bedeutungen. Die Qualität der Teesorten muss dadurch nicht besser oder schlechter sein.

      Bild: Teeblätter werden von Hand zerpflückt

      Blatt-Tee vs. Broken-Tee: Was ist der Unterschied?

      Wenn Sie sich die Verpackung von losem Schwarztee ansehen, sind Ihnen vielleicht schon einmal kryptische Buchstabenfolgen wie FOP oder BOP aufgefallen. Diese Bezeichnungen geben Aufschluss über den sogenannten Blattgrad des Tees, also die Größe und Beschaffenheit der verarbeiteten Teeblätter. 

      Grundsätzlich unterscheidet man hier zwischen zwei Hauptkategorien: dem Blatt-Tee und dem Broken-Tee. Doch was genau verbirgt sich dahinter und wie wirkt sich das auf den Geschmack in Ihrer Tasse aus?

      Was ist Blatt-Tee? Das ganze Blatt für vollen Genuss

      Blatt-Tee, im Englischen "Leaf Tea", besteht, wie der Name schon sagt, aus ganzen, unbeschädigten Teeblättern. Diese Tees werden in der Regel mit großer Sorgfalt und oft von Hand gepflückt, um die Blattstruktur zu erhalten. Bei der traditionellen, orthodoxen Herstellung werden die Blätter nach dem Welken gerollt. Dieser Prozess bricht die Zellwände auf, um die für die Fermentation notwendigen Säfte freizusetzen, lässt das Blatt selbst aber intakt.

      Merkmale von Blatt-Tee:

      • Aussehen: Lange, oft drahtig gerollte, ganze Blätter.

      • Geschmack: Die Aromen entfalten sich langsamer und vielschichtiger. Der Geschmack ist oft komplexer, nuancierter und blumiger.

      • Aufguss: Die Tassenfarbe ist meist heller.

      • Qualität: Gilt als besonders hochwertig und aromatisch.

      Bild: Nahaufnahme von grünem Tee in einer Teetasse auf schwarzem Hintergrund

      Was ist Broken-Tee? Klein gebrochen für kräftigen Geschmack

      Der Begriff "Broken" kommt aus dem Englischen und bedeutet "gebrochen". Bei Broken-Tees handelt es sich um Teeblätter, die während der Verarbeitung maschinell in kleinere Stücke gebrochen werden. Dies geschieht durch ein intensiveres Rollen der Blätter. Eine weitere, sehr verbreitete Herstellungsmethode ist das CTC-Verfahren (Crushing, Tearing, Curling), bei dem die Blätter maschinell zerdrückt, zerrissen und zu kleinen Kügelchen gerollt werden.

      Merkmale von Broken-Tee:

      • Aussehen: Kleinblättrige, gebrochene Blattstücke.

      • Geschmack: Durch die größere Oberfläche der Blattstücke werden die Inhaltsstoffe schneller an das Wasser abgegeben. Dies führt zu einem kräftigeren, intensiveren und vollmundigeren Geschmack.

      • Aufguss: Broken-Tees sind sehr ergiebig und ergeben eine dunklere Tassenfarbe. Sie können bei zu langer Ziehzeit jedoch schneller bitter werden.

      • Verwendung: Aufgrund ihres kräftigen Charakters sind sie die ideale Basis für beliebte Teemischungen wie den Ostfriesentee oder English Breakfast.

      Bild: Schwarzer Tee trocken in einer Schüssel zerkleinert

      Das Tee-Alphabet: Von OP bis SFTGFOP1

      Beim Blatt Tee unterscheiden wir:

      • SFTGFOP1: Spezial Finest Tippy Golden Flowery Orange-Pekoe 1
      • FTGFOP1: Finest Tippy Golden Flowery Orange-Pekoe 1
      • TGFOP: Tippy Golden Flowery Orange-Pekoe 
      • GFOP: Golden Flowery Orange-Pekoe 
      • FOP: Flowery Orange-Pekoe 
      • OP: Orange-Pekoe

      Beim Broken Tee kennen wir folgende Unterscheidungen:

      • GFBOP: Golden Flowery Broken Orange-Pekoe
      • GBOP: Golden Broken Orange-Pekoe
      • FBOP: Flowery Broken Orange-Pekoe
      • BOP: Broken Orange-Pekoe
      • BP: Broken Pekoe
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